Die coolsten Wissenschaftlerinnen auf Instagram

Words by Jana Ahrens
Photography: Amplitude Magazine
Frau mit schwarzem Dutt sitzt in einem weißen Laborkittel an einem Labortisch und füllt Flüssigkeit von einer Glaskaraffe in eine Braunglasflasche um
Noch diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darüber, ob es im Sinne ihrer Arbeit ist, Fotos und Hintergründe ihrer Forschung auf Instagram zu teilen. Die einen sagen: vertane Zeit. Die anderen sagen: Nur so begeistern wir junge Menschen für unsere Arbeit und sorgen für Nachwuchs. Wir stellen euch in unserem #FollowFriday spannende Frauen in der Forschung vor, die an Instagram glauben und damit Vielfalt zeigen. 

Susanna L. Harris

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Susanna L Harris (@susannalharris) am

Susanna L. Harris hat an der University of North Carolina ihren Abschluss in Mikrobiologie gemacht. Im Labor von Dr. Elisabeth Shank untersucht sie, wie Bakterienkolonien miteinander kollaborieren, um sich an Wurzeln von Pflanzen anzusiedeln. Ihre These ist, dass die Kommunikation zwischen den Kolonien entscheidend mitbeeinflusst, ob die Bakterien eine Pflanze kolonialisieren können, was sich wiederum auf die Gesundheit der Pflanze auswirkt. Susanna nutzt ihren Instagram-Account, um ihre Begeisterung für ihre Arbeit zu teilen. Aber auch, um zu zeigen, wie vielfältig das Leben einer Wissenschaftlerin ist.

Mary Nguy

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Mary | STEMinist, Blogger (@marynguy) am

Mary Nguy ist nicht nur Statikerin bei der NASA, sie gehört auch zur ersten Generation ihrer Familie, die eine universitäre Ausbildung absolviert hat. Was das für Herausforderungen mit sich bringt, zeigt und bespricht sie sowohl in ihrem Instagram-Profil als auch in ihrem Blog. Dass sie dabei zugleich weiterhin ihre ganz eigene Idee von Weiblichkeit und Selbstdarstellung leben kann, verdankt sie einem gesunden Selbstbewusstsein, das sich auch von Vorwürfen der Oberflächlichkeit nicht unterkriegen lässt. Deshalb ist es ihr auch besonders wichtig, dafür zu plädieren, dass Frauen sich gegenseitig unterstützen statt sich für ihren Umgang mit gesellschaftlichen Rollenbildern zu kritisieren.

Dr. Laura M. König

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von rEATsearcher (@reatsearcher) am

Laura M. König ist auf Instagram unter dem Namen rEATsearcher unterwegs. Damit beschreibt sie ihre Passion für die Erforschung unseres Verhaltens, wenn es um Ernährung geht. Folgerichtig ist sie psychologische Gutachterin und Forscherin im Bereich Gesundheitspsychologie. Sie untersucht, wie unsere Umwelt unsere Ernährung beeinflusst, und beschäftigt sich auch mit der Frage der Motivation, die ja bei gesunder Ernährung und der Balance zwischen Essen und Bewegung eine große Rolle spielt. Wie allen Frauen in dieser Runde ist es Laura wichtig zu vermitteln, was in den Elfenbeintürmen der Forschung passiert und welchen Einfluss ihre Erkenntnisse auf unser Leben haben können.

Samantha Yammine

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von 🔬 samantha yammine (she/her) (@science.sam) am

Samantha Yammine ist Stammzellenforscherin und zurzeit auf dem Weg zu ihrem PhD-Abschluss in Biologie. „PhD“ steht für „Doctor of Philosophy“ und bezeichnet in englischsprachigen Ländern den höchsten Universitätsabschluss des Postgraduiertenstudiums, also den wissenschaftlichen Doktorgrad. Neben der Arbeit im Labor ist es Samantha besonders wichtig, die Arbeiten, die dort stattfinden, möglichst verständlich an Nicht-Wissenschaftler*innen zu vermitteln. Dafür befüllt sie ihren Instagram-Account mit vielen Bildern und stellt sich auch mal für eine Präsentation bei den weltweit organisierten TED-Talks zur Verfügung. Kritisiert wurde sie aus der Wissenschaft bereits für ihren „girly“ Instagram-Account. Wobei die Frage danach, was Designentscheidungen mit der wissenschaftlichen Expertise einer Forscherin zu tun haben, bisher nicht beantworten werden konnte.

Melanie Meniyah

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Melanie Meniyah Dance&Science (@melanie_meniyah) am

Melanie Meniyah trägt den beeindruckenden Titel Dr. rer. nat. vor ihrem Namen („Doctor rerum naturalis“). Das heißt, dass sie Doktorin der Naturwissenschaften ist. Im Dezember 2018 hat sie ihre Habilitation zu neuen Heilungmethoden osteoporotischer Knochenbrüche  eingereicht – damit stehen die Chancen gut, dass sich bald auch noch ein Professorentitel dazugesellt. Nebenbei hat sie sich einen hervorragenden Ruf als Bauchtänzerin erarbeitet und erwartet dieser Tage ein Kind. Allen, die sich von ihrer Begeisterungsfähigkeit und ihrer Energie anstecken lassen wollen, empfehlen wir einen Blick auf das Instagram-Profil von Melanie.

Aie Al Khaiat

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Aie Al Khaiat (@aiealkhaiat) am

Aie Al Khaiat ist Nachwuchswissenschaftlerin und macht gerade ihren Master of Science in Medizinischer Biologie. Obendrein studiert sie Philosophie auf Bachelor. Auf Instagram gibt sie uns nicht nur Einblicke in ihre Arbeit im Labor, sondern lässt uns auch an ihren Reisen und ihrem differenzierten Blick auf die Welt teilhaben. Es wird sicherlich spannend, sie bis zum Uniabschluss und dann bei ihrem Sprung in die Arbeitswelt auf Instagram zu verfolgen.

Share:

Jana Ahrens

Chefredakteurin

Jana Ahrens liebt die Auseinandersetzung mit der Mode und mit den Gegenständen und Situationen eines modernen Lebens. Sie interessiert sich weniger für schöne Dinge, als eher für die Schönheit ihrer Umstände. Im Januar 2018 hat sie die Chefredaktion des Monda Magazins übernommen.

Kommentieren