Wie mich eine fremde Frau im Zug in den Wahnsinn trieb

Words by Claudia Marisa Alves de Castro
Photography: LoboStudio Hamburg auf Unsplash
Wie mich eine fremde Frau in den Wahnsinn trieb
Normalerweise ist es nicht meine Art, mich mit den Angelegenheiten fremder Menschen zu beschäftigten. Ausgenommen sind natürlich Situationen, in denen jemand offensichtlich Hilfe benötigt oder in großer Not steckt. Bei meiner letzten Zugfahrt von Berlin nach Hamburg konnte ich aber einfach nicht weghören. Und auch jetzt, Tage danach, kann ich nur mit dem Kopf schütteln…

Für die re:publica 2018 habe ich ein paar Tage in Berlin verbracht. Freitagabend ging es dann zurück nach Hause. Wenn ich nicht noch am Laptop arbeite, ist es normalerweise typisch für mich, dass ich mir während der Fahrt meine Kopfhörer in die Ohren stecke, Musik höre – zurzeit liebe ich “Dirty Computer”, das neue Album von Janelle Monáe – und die Augen schließe. Worüber sich die anderen Leute unterhalten, bekomme ich so nur selten mit. Diesmal sollte das jedoch anders werden. Bereits kurz nach dem Einsteigen wusste ich, dass ein entspanntes Zurücklehnen eher schwierig für mich werden würde.

Neben mir saßen eine Frau und ihre zwei Kinder. Das Mädchen, schätzungsweise sechs Jahre alt, saß genau neben ihrer Mutter. Der Frau gegenüber saß ihr Sohn, ich schätzte ihn auf 14 Jahre. Noch bevor der Zug den Bahnhof verlassen hatte, verspürte ich eine große Sympathie gegenüber dem Jungen. Denn während das Mädchen die volle Aufmerksamkeit seiner Mutter und zärtliche Streicheleinheiten bekam, musste er so einiges über sich ergehen lassen. Und das nicht, weil er frech oder unhöflich gewesen wäre – ganz im Gegenteil sogar. Egal, was er sagte oder tat, es wurde kritisiert und teilweise sogar abwertend kommentiert. Mit der Zeit fing es an, in mir zu brodeln. Obwohl es mich natürlich absolut nichts angeht, wie eine fremde Frau ihre Kinder erzieht, wurde ich nach kurzer Zeit sogar richtig wütend. Natürlich hielt ich mich zurück, doch insgeheim stellte ich mir vor, wie ich den Jungen vor ihr in Schutz nahm. Nach etwa einer halben Stunde Zugfahrt fing ich sogar an, einige der Dialoge mitzuschreiben:

Irgendwie tat mir der Junge leid…

Sie: “Iss mal deine Brote”. Er: “Ich habe gerade keinen Hunger. Ich esse später.” Sie: “Später gibt es nichts mehr, weil es dann viel zu spät zum Essen ist.” Er: “Wirklich nichts mehr?” Sie: 2Nein, an deiner Stelle würde ich jetzt essen.” Stille. Kurze Zeit später holte der Junge einen Smoothie in der Geschmacksrichtung Baobab und Grünkohl aus der Tasche. Er zeigt ihn seiner Mutter. Er: “Guck mal, mit Baobab und Grünkohl – schmeckt voll lecker.” Sie nimmt den Smoothie und schaut auf die Nährwertangaben: “Baaaaah! Weißt du, wie viel Zucker da drin ist? Da kannst du gleich Cola trinken, ey. So etwas trinke ich nicht.” Im Folgenden bat er sie noch mehrfach, den Smoothie zumindest einmal zu probieren. Ihre Antwort darauf war immer wieder ein abwertend verzerrtes Gesicht.

In der Zwischenzeit hatte er sich seinen Laptop aufgeklappt, um im Netz Joko gegen Klaas zu schauen. Er hatte Spaß und musste mehrmals lachen. Daraufhin wieder ein böser Blick. Er: “Ich gucke gerade Joko gegen Klaas. Kennst du das?” Sie: “Was guckst du? Ist das ein Film? Wo läuft das?” Er: “Nein, Joko gegen Klaas ist eine Samstagabendshow auf ProSieben. Die batteln sich da.” Sie: “Aha, ProSieben. Und sowas findest du wirklich lustig? So ein Blödsinn! Wann lernst du denn endlich Mathe? Wir sind gleich da!”

Kurze Zeit später ging es dann noch einmal um die scheinbar letzte Möglichkeit, noch ein Abendessen zu genießen. Sie: “Iss doch jetzt endlich mal deine Brote.” Er: “Wieso? Ich mag gerade wirklich nicht.” Sie: “Weil die weg sollen!” Er: 2Okay, wo genau sind die?” Sie: “Hier im Rucksack unter dem Tisch. Nimm sie dir.” Er: “Och, das ist mir jetzt zu umständlich, da ranzukommen.” Sie (böser Blick): “Nein, allein du bist jetzt zu umständlich!”

Die Mutter benahm sich für mein persönliches Empfinden einfach nur schrecklich, während er die ganze Zeit über ruhig blieb und sich zu keiner Zeit provozieren ließ.

Zwei Stunden und 40 Minuten später hatte ich es dann endlich geschafft. Ich durfte aussteigen. An den Jungen und seine Mutter denke ich auch jetzt noch. Ob er noch etwas zu essen bekommen hat? Diese Frage würde ich an dieser Stelle liebend gern mit „Ja“ beantworten. Wissen tue ich es natürlich nicht. Die beiden haben mir deutlich gezeigt, dass pubertäres Verhalten nicht nur Teenagern vorbehalten ist. Die Mutter benahm sich für mein persönliches Empfinden einfach nur schrecklich, während er die ganze Zeit über ruhig blieb und sich zu keiner Zeit provozieren ließ. Ich selbst habe keine Kinder und weiß nicht, ob es vielleicht Momente gibt, in denen zickiges Verhalten „einfach mal so passiert“. Doch wie die Psychologin Sherrie Campbell weiß, kann das Herunterspielen und Ignorieren von Gefühlen bei einem Kind emotionale Probleme auslösen: “Wenn Kinder bestimmte Emotionen zum Ausdruck bringen und ihre Eltern sie dafür auslachen, demütigen, ignorieren oder ärgern, werden die Gefühle heruntergespielt. Somit lernen Kinder, dass das, was sie fühlen, falsch ist. Eltern entziehen ihren Kindern auf diese Weise ihre Liebe und verpassen die Gelegenheit, mit ihnen eine offene und empfindsame Beziehung aufzubauen, die dem Kind zeigt, dass es eine Bindung zu einem anderen Menschen eingehen kann und bedingungslos geliebt wird”, erklärt sie in einem Artikel der amerikanischen Huffington Post.

Generell sind sich Psychologen einig, dass eine positive, emotionale Bindung zwischen Eltern und Kindern für deren körperliche und geistige Entwicklung besonders wichtig ist. Erfahren Kinder und Jugendliche Ablehnung und Unverständnis und fehlt es ihnen an Liebe, kann es nicht nur zu Wutgefühlen kommen. Probleme mit den eigenen Freunden, ein mangelndes Selbstwertgefühl, Angstzustände oder Depressionen können ebenfalls die Folge sein. Auf mein Beispiel aus der Bahn bezogen glaube ich übrigens nicht, dass es dem Jungen schlecht geht. Er schien dieses spezielle Verhalten seiner Mutter genau zu kennen. Er suchte trotz der fiesen Reaktionen immer wieder das Gespräch mit ihr, anstatt sich zurückzuziehen oder ebenfalls unhöflich zu werden.

Dafür hat er meinen Respekt. Wenn ich an mein 14-jähriges Ich denke, kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich mir spätestens nach der ersten halben Stunde einen anderen Platz gesucht hätte. Und zwar so weit weg wie möglich…

 

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Claudia Alves de Castro kommt vom Land, war aber nie für die Kleinstadt gemacht. Jetzt – da sie in Hamburg lebt – kann sie ihrem Interesse für Menschen, Geschichten und dem Schreiben freien Lauf lassen. Vom Lifestyle- und Fashionblog, über die Arbeit beim Fernsehen vor und hinter der Kamera, bis hin zu den Online-Redaktionen großer Verlage, Claudia ist mit allen Medien-Wassern gewaschen. Neben ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, macht sie ihre Liebe für Kultur, Medien und Reisen besonders glücklich. Seit März 2018 schreibt sie über all das bei uns.

20 Kommentare

Evita
#20 — vor 2 Monaten 3 Wochen
Wirklich realitätsnah und traurig wird der Text, wenn man die Kommentare hier liest. Hobbypsychologen und Ewiggestrige. Mich wundert es, dass hier keiner zu physischer Gewalt aufruft nach dem Motto: "Mir haben Prügel damals auch nicht geschadet" – Äh, offensichtlich doch.
Franca Hänzi
#19 — vor 2 Monaten 3 Wochen
Ich hasse es sagen zu müssen "als kinderlose Erwachsene können Sie diese Situation nicht beurteilen", aber leider ist es schon so. Sie wissen nicht, was vorher passiert ist, wie sich das Familienleben abspielt. Ich stelle mich gerne auf die Seite der Kinder, aber Eltern sind sehr oft extremen Belastungen ausgesetzt. Es ist auch total in Ordnung einem Jugendlichen zu erklären, dass im Zug gegessen werden muss, weil Mama zuhause nicht mehr in den Kochtöpfen rühren möchte. Vielleicht hat Mama auch Bedürfisse? Nach Ruhe oder so? Alles in allem muss ich auch sagen: Die Geschichte ist keine.
hairy
#18 — vor 3 Monaten 2 Wochen
warum isst der blöde junge sein Brot nicht...nervig ist der
Rena Sowa
#17 — vor 3 Monaten 3 Wochen
Ja, wie einige hier schon bemerken, man kann aus einer kurzen Zusammenkunft nicht auf die gesamte Familiensituation schliessen.
Weder sollte die Zuhörerin ihre Emotionen preisgeben noch sich einmischen.

Einen Artikel dazu zu veröffentlichen ist einfach banal.

Es gab einmal eine Situation in einem Zug ( ich selbst habe 4 Kinder), da bin ich wirklich wütend geworden; eine russischsprachige Familie, 2 Frauen und 3 Kinder, im Alter zwischen 2, 4 und 13 Jahren setzten sich an ein Tisch Abteil.Nach kurzer Zeit verliessen die Frauen das Abteil. Das etwa 4 jährige Mädchen begann zu weinen und rief Mama Mama. Da langte die etwa 13 jährige über den Tisch und schlug das kleine Mädchen ins Gesicht. Es klatschte wirklich.

Ich sah Betroffenheit in mehreren Gesichtern. Gesagt oder eingemischt hat sich niemand. auch ich nicht, weil das Mädchen mich nicht verstanden hätte.
mary
#16 — vor 4 Monaten
Schwachsinn dieser bericht und Lesezeitverschwendung. Vllt war die mutter genervt. Na und? So einen aufsatz über nichts zu schreiben...
MM
#15 — vor 4 Monaten
Noch interessanter als den Artikel an sich finde ich teilweise die Kommentare dazu. Aus welchem Grund wird in erster Linie einem Menschen ohne Kinder das Recht abgesprochen, über eine Situation mit Kindern zu Urteilen? Ich möchte behaupten, dass grundsätzlich jeder eine Situation beurteilen kann und darf, ob man dieses Urteil dann teilt, ist eine ganz andere Frage. Ich muss auch nicht die komplette Lebensgeschichte kennen, um eine Situation zu beurteilen. Vielleicht habe ich dann mehr Verständnis, warum etwas ist, wie es ist. Aber dennoch kann ich eine Situation doch so beurteilen, wie ich die wahrgenommen habe. Und bevor die Frage gestellt wird, ja, ich bin selber Vater.
Jede Person hat ein anderes Empfinden über das, was sie beobachtet und erlebt. Mehrere Personen erleben exakt die selbe Situation und jeder wird es anders empfinden. Je nach eigenen Lebenserfahrungen und Erwartungen. Von daher muss man die Meinung der Autorin nicht teilen, aber diese dann als "richtig" oder "falsch" hinzustellen ist meiner Meinung nach unpassend.
KL
#14 — vor 5 Monaten
Zweimal habe ich gleichartige Situationen erlebt.
Ich habe dann auch den Wunsch, dem Kind helfen zu wollen.
Dann denke ich mir die Situation durch und komme zum Schluss, dass ich die familiäre Struktur mit einem kurzen Gespräch oder einer kurzen Aktion sicher nicht verbessern kann. Wenn ich mich an der Situation beteilige, dann kann es nur in der Form sein, dass ich bereit bin, den Rest meines Lebens Teil dieser Familie zu sein. Entweder geht die Situation positiv aus (was ich ja hoffe, sonst würde ich mich nicht einmischen), dann bin ich ein Freund des Kindes und natütlich auch der Eltern. Und Freund sein heißt für mich, da zu sein.
Oder es geht die Einmischung schlecht aus, dann bin ich der 'Feind' der Familie und habe unter Umständen die Situation für das Kind verschlechtert. Nachdem ich zweiteres sicher nicht will und im ersten Fall mir die Zeit ausgeht, lasse ich es dann lieber. Leider.
Ich weiß, es ist bequem die Scheuklappen aufzusetzen. Nicht da zu sein für einen, der den Eindruck auf mich macht, dass er viel Potential in sich hat. Es tut mir auch weh, die Unterstützung zu verweigern, dass das Kind einen neuen Blickwinkel auf das Leben bekommt. Was immer das Kind mit dieser Erfahrung macht. Wir können es nicht vorausdenken.
Ich habe aber auch das Gefühl, dass es nicht besser ist, in der Komfortone zu bleiben. Es wird notwendig sein, dass wir uns engegiesren. Und der Welt eine Change geben, eine bessere zu werden.
Sonst wird der Sumpf ewig weitergehen.
Di Fabio
#13 — vor 5 Monaten
Keine Situation zwischen Mutter und Sohn kann bewertet werden in 2 std. Zugfahrt.Ich bin nach dem Krieg nur mit Frauen gross geworden.Noch heute denke ich dran auf diese Wirkung gegen ueber Maennern.Meine 70 Jahre haben mich nicht klueger gemacht auch das ich anstatt irgendwo gelebt haette, noch das ich immer noch die Welt bereise.Ich habe eins gelernt die Freunde die beeinflusst von Muettern wurden waren bessere Freunde,obwohl ich bis heute Maennern immer noch eine chance gebe.Ohne Mutter waere ich sicher nicht so froh ueber mein gutes leben,dabei hatte zwar meine Grossmutter den besten Einfluss sie war mehr wie die beschriebene Mutter.In meinem Vorausahnungen denke ich er wird ein Kluger Mann.
F.S.
#12 — vor 5 Monaten
Ich habe auch keine Kinder, aber mir drängte sich beim Lesen der Gedanke auf, dass auch der Junge sich nicht optimal benimmt. Er will Zuckerbomben trinken und zweifelhafte Sendungen ansehen. Und der darf das sogar, die Mutter ist eigentlich relativ cool. Wir mussten früher im Zug still sitzen und das endlose Dummgequatsche unserer Mutter ertragen und durften nicht widersprechen.
Zum Thema Einmischen oder nicht: Ich mische mich ein, wenn mir was absolut gegen den Strich geht. Und dann sage ich so was wie: "Jetzt höen Sie mal bitte auf, das arme Kind öffentlich runter zu machen!" Dadurch mache ich die dann öffentlich runter.
Severity
#11 — vor 5 Monaten 1 Woche
Selbst wenn man den Groll in sich fühlt: man ist nicht immer up-to-date, um die richtigen Worte zu finden, die die Situation entspannen können. Also läßt man es lieber bleiben.
rmb
#10 — vor 5 Monaten 1 Woche
Nietzsche lässt grüssen
Mogy
#9 — vor 5 Monaten 2 Wochen
Ich habe auch den Eindruck, dass es der Autorin mehr um ihre Gefühlslage geht als um die reale Situation. (Dass die Mutter nicht sehr sympathisch rüberkommt, sei einmal dahingestellt.) Diejenigen Kommentatoren, die sich gerne in einer solchen Situation einmischen würden, haben wahrscheinlich generell ein Problem damit, individuelle Grenzen zu respektieren.
Daniel
#8 — vor 5 Monaten 2 Wochen
Wen Sie nicht einmal selbst Kinder haben, ist es sehr leicht von oben herab zu urteilen. Ich finde Ihre herablassenden Gedanken gegenüber der Mutter schon ziemlich dreist. Sie haben sicherlich keine Vorstellung wie anstrengend es ist Kinder großzuziehen. Sie kennen auch die Vorgeschichte oder irgendwelche Hintergründe nicht.

Ob ein 14jähriger Junge Joko-und-Klaas schauen sollte, sei auch mal dahingestellt. Ist ethisch teilweise mehr als fragwürdig und auch mit dem Smoothie, kann die Mutter recht gehabt haben. Teilweise werden die Zuckerbomben doch nur unter einem Bio-Grünkohl-Mantel verpackt.

Die Diskusionsbereitschaft der Mutter hält sich offensichtlich in Grenzen. Vielleicht ist sie müde. Pädagogisch ideal verhält sie sich nicht. Trotzdem ist so ein Artikel eine Frechheit.

Lesen Sie Ihren Artikel bitte nach 14jahren Kindererziehung noch einmal. Aber wahrscheinlich wollen Sie sich den Stress von eigenen Kindern garnicht erst auferlegen. Und bei den Kommentaren hier wird mir teilweise übel. Aber gut Sie bedienen hier halt Ihr Klientel. Über andere urteilen ist sehr leicht. bei sich selbst die Fehler suchen machen nur die wenigsten.
Nico
#7 — vor 5 Monaten 2 Wochen
Sich nicht einzumischen halte ich für falsch, besonders wenn es in einem brodelt. Wenn ich mit jemandem leide geht es mich sehr wohl etwas an, wir leben schliesslich nicht in einem Vakuum.
Sabine
#6 — vor 5 Monaten 4 Wochen
Ich frage mich warum Menschen sich immer wieder scheuen in solche Situationen etwas beizutragen. Es gibt eine wertschätzende Art und Weise sich einzubringen und das ohne die Mutter vor dem Kind zu demontieren. Dass das Verhalten, die Aussagen, nichts mit dem Kind zu tun haben, sondern ausschließlich mit der Mutter, ist offensichtlich und scheint der Junge auch gut von sich weg zu halten, er bleibt ja *dran*. Aber auch sie hat ihre Gründe, ihr System und kann sich selbst nicht jederzeit selbst reflektieren. Es scheint als wolle sie alles gleichzeitig richtig machen und vergisst darüber, dass da ihr Kind sitzt, das auch, wie sie einfach nur gehört sein will. Einen auflockernden Plausch starten ( z.B. " Oh ich kenne den Konflikt mit ungesunden leckeren Sachen... Ich versuche mir gerade abzugewöhnen etwas essen zu müssen weils weg muss, schwierig...." ) und somit für alle Entspannung reinbringen, wäre m.M.n. eine schönere Geschichte geworden.
Rainer Berendes
#5 — vor 6 Monaten
Der Artikel kann nur von einer Person ohne Kinder kommen. Was weiß die Autorin über die letzten 2 Stunden vor der Zugfahrt? Über die letzten Monate oder Jahre? Wieviele Diskussionen um Brote und Smoothies gab es schon? Als Vater von 5 Kindern möchte ich die "Außenstehenden" solcher Szenen zu Vorsicht über zu schnelle Urteile raten. Wer keine Kinder 24 Stunden erlebt, KANN sich kein gutes Urteil erlauben. Weil keine wirklich weiß, wie das Leben mit Kindern läuft, wenn er/ sie das nicht selbst erleben hat. Sorry, da helfen auch keine theoretischen Psycho- Aufklärungen. Selbst machen, dann mitreden.
Das bedeutet nicht, daß ich die Vorgehensweise der Mutter 1:1 gut finde oder das auch so gemacht hätte.
Maria
#4 — vor 6 Monaten
Ich lese hier nur, dass eine Mutter möchte, dass die mitgebrachten Brote gegessen werden, nicht ein pappsüßes "superfood'. Riesenhunger scheint der Junge ja nicht zu haben.

Und was hat das jetzt mit Bruder/Schwester zu tun? Doch nur der Vorspann der Autorin, wohl eher ihre eigenen Gefühlswelt ...
volkmar fischer
#3 — vor 6 Monaten 1 Woche
dieses verhalten der "mutter" scheint mir eindeutig ein frustriertes zu sein. würde mal auf eheliche schwierigkeiten oder unbefriedigtes sexualleben tippen.das würde auch die andersartige behandlung der tochter
erklären; nach dem motto : wir frauen müssen zusammenhalten gegen diese furchtbaren männer...
diese verhalten ist wohl sicher keine seltenheit, es verlagert den unmut, den hass ect. nur von einem
objekt auf ein anderes - und das war in diesem falle der junge, als "blitzableiter".
nun ich bin kein psychoanalytiker, aber solche verhaltensmuster kennt man auch in anderen berufen, z.b.
bei der polizei und in lehrberufen pp.
René
#2 — vor 6 Monaten 1 Woche
Und da sagt man immer, dass es früher noch schlimmer war?
Wilfredo
#1 — vor 6 Monaten 1 Woche
Ja, so läuft es , wenn Kinder Ihre Mutter erziehen müssen.

Wenn die Mutter nicht aggressiv wird hat das Kind noch Glück gehabt.

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